Das Wichtigste Vorweg: dein Stoffwechsel ab 50 ist nicht kaputt, er ist nur sensibler geworden!

Viele schieben Gewichtszunahme, Bauchfett und Müdigkeit auf einen “kaputten Stoffwechsel”. Die Daten sprechen eher dafür: Der Energieverbrauch bleibt im Erwachsenenalter erstaunlich stabil, der große Knick kommt im Schnitt erst später. Entscheidend sind die Körperzusammensetzung (weniger Muskeln), wie viel Bewegung es im Alltag gibt, Schlaf, Stress und Hormone. Science+1

Die gute Nachricht lautet: Genau diese Stellschrauben kannst du drehen.

So kurbelst du deinen Stoffwechsel im Alter über 50 an: Der große Silvertimes-50plus-Ratgeber für mehr Energie, weniger Bauch und einen Körper, der wieder mitmacht

Wichtig: Dieser Ratgeber ersetzt keine ärztliche Diagnose. Wenn du Herz Kreislauf Probleme, Diabetes, Nierenerkrankungen, starke Beschwerden in den Wechseljahren oder ungeklärte Schmerzen hast, klär Training und Ernährung vorher ärztlich ab.

Was mit deinem Stoffwechsel ab 50 passiert

1) Weniger Muskeln gleich weniger Grundumsatz

Ab etwa 50 nimmt Muskelmasse messbar ab, wenn du nichts dagegen tust. In großen Übersichten werden für Muskelmasse grob 1 bis 2 Prozent pro Jahr nach 50 genannt, die Kraft fällt teils noch schneller. PMC+1
Weniger Muskeln heißt: du verbrennst im Alltag weniger, auch wenn du “eigentlich nichts verändert” hast.

2) Blutzucker wird träger, Bauchfett wird hartnäckiger

Mit zunehmendem Alter sinkt oft die Insulinsensitivität, gleichzeitig bewegen viele sich unbewusst weniger. Ergebnis: Heißhunger, Energietiefs, Bauchfett.

3) Hormone spielen mit, bei Frauen und Männern unterschiedlich

  • Frauen: In der Menopause verschiebt sich Fett leichter Richtung Bauch, unter anderem durch sinkendes Östrogen und Veränderungen im Energieverbrauch und in der Fettverteilung. PMC+1
  • Männer: Mit dem Alter sinkt Testosteron bei vielen langsam. Gleichzeitig kann mehr Bauchfett Testosteron zusätzlich drücken, das ist ein ungünstiger Kreislauf. PubMed+2OUP Academic+2

Der 5 Säulen Plan: so kurbelst du deinen Stoffwechsel ab 50 wirklich an

Säule 1: Eiweiß, das deinen Stoffwechsel füttert

Warum Eiweiß ab 50 so stark wirkt: Es schützt Muskulatur, sättigt, stabilisiert den Blutzucker und macht dein Training “lohnender”.

Orientierung für 50plus:

  • Für gesunde ältere Menschen werden häufig 1,0 bis 1,2 g Protein pro kg Körpergewicht pro Tag empfohlen. PubMed+1
  • Bei Krankheit, Risiko für Mangelernährung oder höherem Bedarf werden teils 1,2 bis 1,5 g/kg genannt. PubMed
  • Wenn du regelmäßig Krafttraining machst, liegt ein praxisnaher Bereich oft um 1,4 bis 1,6 g/kg, weil das die Trainingsanpassung unterstützt. PubMed+1

Praxis-Trick: Plane Eiweiß nicht “irgendwie”, sondern jeweils pro Mahlzeit.

  • Frühstück: 25 bis 40 g
  • Mittag: 30 bis 45 g
  • Abend: 30 bis 45 g
  • optional Snack: 15 bis 25 g

Gute Quellen: Eier, Quark, Joghurt, Skyr, Fisch, mageres Fleisch, Hülsenfrüchte, Tofu, Tempeh.

Wichtig bei Eiweiß: Mehr ist nicht automatisch besser. Wenn du Nierenprobleme hast oder unklar erhöhte Nierenwerte, bitte vorher abklären. Und: “High Protein” Produkte sind oft teuer und unnötig, mit normalem Essen kommst du meist leicht ans Ziel. DGE

Säule 2: Leere Kalorien raus, Energiedichte runter

Mit dem Alter sinkt der Kalorienbedarf bei vielen, vor allem weil sich Alltagsbewegung reduziert und Muskeln weniger werden. Offizielle Richtwerte arbeiten mit Aktivitätsleveln, das heißt: je sitzender, desto weniger Energie brauchst du. DGE+1

Was sofort hilft:

  • mehr Gemüse, Salat, Beeren, Hülsenfrüchte
  • ausreichend Ballaststoffe
  • Zucker, Softdrinks, Weißmehl und stark verarbeitete Snacks zur Ausnahme machen

Mini Regel: Wenn du abends oft snackst, starte nicht mit “Verboten”, sondern mit einem Eiweiß-Snack, zum Beispiel Skyr mit Beeren oder Quark mit Zimt. Das killt Heißhunger erstaunlich zuverlässig.

Säule 3: Krafttraining, der natürliche Stoffwechsel Booster ab 50

Muskeln sind dein Motor. Krafttraining wirkt direkt auf Körperzusammensetzung, Insulinsensitivität und Leistungsfähigkeit. In Studien steigt der Ruheumsatz bei älteren Männern nach Krafttraining, plausibel über mehr fettfreie Masse und Anpassungen im Nervensystem. PubMed+1

Minimum, das bereits wirkt: 2 Einheiten pro Woche, besser 3, je 30 bis 45 Minuten. Das passt auch zu großen Bewegungsempfehlungen. ACSM+1

Dein 3-Tage-Ganzkörper-Plan (Training zuhause oder im Fitnessstudio)

Regeln: 2 bis 3 Mal pro Woche, mindestens 1 Ruhetag dazwischen. 3 Sätze pro Übung, 10 bis 15 Wiederholungen, sauberer Stil, die letzten 2 Wiederholungen sind anstrengend, aber kontrolliert.

Tag 1, Beine und Rücken

  • Kniebeugen oder Beinpresse: 3 x 12 bis 15
  • Rudern mit Hantel oder Band: 3 x 12 pro Arm
  • Liegestütze (Wand oder Boden): 3 x 10 bis 12
  • Planks: 3 x 20 bis 30 Sekunden

Tag 2, Oberkörper und Core

  • Bankdrücken oder Liegestütze: 3 x 10 bis 12
  • Schulterdrücken (Hanteln oder Wasserflaschen): 3 x 12
  • Russian Twists oder Crunches: 3 x 15
  • Ausfallschritte: 3 x 10 pro Bein

Tag 3, Ganzkörper

  • Romanian Deadlift Variante: 3 x 10
  • Latzug oder einarmiges Rudern: 3 x 12
  • Wadenheben: 3 x 15
  • Plank: 3 x 30 Sekunden

Sicherheit: 5 bis 10 Minuten aufwärmen, danach locker dehnen. Schmerzen sind ein Stop Signal, Muskelkater ist ok.

Säule 4: NEAT, Ausdauer und optional HIIT

NEAT: der unterschätzte Stoffwechsel Turbo

NEAT ist Alltagsbewegung, also Gehen, Treppen, Haushalt, Wege zu Fuß. Körperlich ist das oft der größte Hebel, weil es jeden Tag zählt. Körperliche Aktivität macht im Schnitt etwa 15 bis 30 Prozent des täglichen Energieverbrauchs aus, und NEAT ist dabei der variabelste Anteil. mayoclinicproceedings.org+1

Ziel: 8000 bis 10000 Schritte am Tag, verteilt.

Moderate Ausdauer

3 bis 5 Mal pro Woche 30 bis 45 Minuten zügig gehen, radeln oder schwimmen. Das verbessert Herz Kreislauf und die Fähigkeit, Zucker und Fett effizient zu nutzen.

HIIT ab 50, nur wenn es passt

HIIT kann auch bei älteren Menschen die Ausdauerleistung und cardiometabolische Marker verbessern, in Meta Analysen zeigt sich ein positiver Effekt auf VO2peak und Gesundheit. PMC+1
Aber: Es ist nicht für jeden geeignet. Bei Vorerkrankungen gilt Screening, langsamer Einstieg, saubere Progression.

Sanfte Alternative aus dem Trend Bereich: Intervallgehen, also abwechselnd locker und zügig. Das ist niedrigschwellig, gelenkschonend und kann trotzdem viel bewirken. Verywell Health

Säule 5: Schlaf, Stress, Sitzen

Schlaf: 7 bis 8 Stunden sind ab 50 kein Luxus, sondern Stoffwechselpflege. Schlechter Schlaf verschiebt Hunger und Sättigung, erhöht Stresshormone und macht Training schwerer durchzuziehen.

Stress: Chronischer Stress bedeutet oft dauerhaft erhöhtes Cortisol, das Bauchfett begünstigen kann. Lösung ist nicht “weniger Stress denken”, sondern Routinen: feste Schlafzeit, täglicher Spaziergang, Krafttraining, Alkohol runter.

Sitzen: Langes Sitzen “frisst” NEAT. Stell dir einen Timer, alle 30 bis 60 Minuten 2 bis 5 Minuten bewegen, das reicht.

Männer und Frauen ab 50: die wichtigsten Unterschiede, damit du richtig ansetzt

Männer: Bauch weg, Kraft rauf, Testosteron Kreislauf durchbrechen

  • Bauchfett hängt in Studien mit niedrigeren Testosteronwerten zusammen, gleichzeitig kann niedrigeres Testosteron Körperfett und Stoffwechsel verschlechtern. PMC+2PubMed+2
  • Fokus für Männer: schwer genug trainieren, Proteinziel erreichen, Alkohol und Schlaf ernst nehmen.

Männer Bonus Tipp: Miss deinen Bauchumfang alle 2 Wochen. Bei vielen Männern zeigt der Bauchumfang schneller Fortschritt als die Waage.

Frauen: Menopause, Bauchfett und Muskelschutz

  • In der Menopause steigt bei vielen das Risiko für mehr Bauchfett und ungünstige Stoffwechselwerte, unter anderem durch hormonelle Veränderungen. PMC+1
  • Fokus für Frauen: Krafttraining ist Pflicht, nicht Kür, plus Eiweiß und ausreichend Eisen, Calcium, Vitamin D nach ärztlicher Empfehlung.

Frauen Bonus Tipp: Wenn Schlaf schlechter wird oder Hitzewallungen dich rauswerfen, ist das kein Charakterproblem. Dann bringen Schlafroutine, Stressmanagement und gegebenenfalls ärztliche Therapieoptionen oft mehr als noch weniger essen.

Dein praxisnaher 50plus-Stoffwechsel-Plan

Jeden Tag

  • 8000 bis 10000 Schritte, verteilt
  • zu jeder Mahlzeit eine Eiweißquelle
  • Wasser und ungesüßter Tee als Standard
  • 2 bis 5 Minuten Bewegung pro Stunde Sitzen

Jede Woche

  • 2 bis 3 Krafttrainings à 30 bis 45 Minuten
  • 2 bis 3 Ausdauereinheiten à 30 bis 45 Minuten
  • optional Intervallgehen oder eine sehr kontrollierte HIIT Einheit, wenn medizinisch ok

Alle 3 Monate

  • Gewicht, Bauchumfang, Blutdruck
  • wenn möglich: Blutzucker, Blutfette

Proteinreiche Rezepte ab 50, schnell und alltagstauglich

Hähnchen Brokkoli Pfanne
Hähnchenbrust, Brokkoli, Cashews, Knoblauch, kurz anbraten, mit Sojasauce abschmecken. Mit Quinoa kombinieren.

Pute mit Süßkartoffel
Putenfilet würzen, Süßkartoffel und Brokkoli dazu, im Ofen garen. Super nach dem Training.

Lachsfrikadellen
Lachs, Ei, Haferflocken, Dill, Zitrone, braten. Dazu Spinat.

Griechisches Omelett
Eier, Feta, Tomaten, Oliven, optional Spinat.

Thunfisch Pasta
Thunfisch, Vollkornnudeln, Tomatensauce, Kräuter. Für weniger Kalorien: Zucchini Nudeln.

FAQ: die häufigsten Fragen zum Stoffwechsel ab 50

Warum nehme ich ab 50 zu, obwohl ich gleich esse?
Weil du oft weniger Alltagsbewegung hast und unbemerkt Muskelmasse verlierst. Der Grundumsatz bricht nicht plötzlich ein, eher der Alltag wird sitzender. Science+1

Muss ich auf Kohlenhydrate verzichten?
Nein. Entscheidend ist Qualität, Menge und Timing. Viele fahren gut mit Kohlenhydraten rund ums Training und eher gemüsebetonten Mahlzeiten am Abend.

Ist Krafttraining wirklich so wichtig?
Ja, weil es direkt die wichtigste Stellschraube angreift: Muskelmasse und Stoffwechselgesundheit. PubMed+1

Ist 30 Minuten Cardio plus 30 Minuten Kraft sinnvoll?
Ja, in Studien mit Erwachsenen bis 70 Jahren wurden kombinierte Programme (je 30 Minuten Ausdauer und Kraft, 3 Mal pro Woche) über längere Zeit mit Verbesserungen bei Blutdruck und Körperwerten untersucht. PubMed

4-Wochen-Stoffwechsel-Fahrplan ab 50, Training zuhause, fast nur mit eigenem Körpergewicht

Ziel: mehr Muskeln, mehr Alltagsbewegung, stabilerer Blutzucker, weniger Bauch, mehr Energie.
Du brauchst: bequeme Schuhe, eine Matte, einen stabilen Stuhl, ein Handtuch. Optional: ein Widerstandsband und ein Rucksack (als Zusatzgewicht).

Sicherheit kurz: Wenn du starke Knie-Hüft-Rückenprobleme, Herz-Kreislauf-Beschwerden oder Schwindel hast, kläre die Belastung vorher ärztlich ab. Schmerzen in Gelenken sind ein Stop-Signal. Muskelbrennen ist hingegen ok.

1) Deine Wochenstruktur, die 4 Wochen lang gilt

Fixe Bausteine pro Woche

  • 3 Kraft Einheiten (30 bis 45 Minuten), Ganzkörper, gerätelos
  • 2 bis 3 Ausdauer Einheiten (30 bis 45 Minuten), zügiges Gehen oder Rad, wenn vorhanden
  • täglich NEAT: Schritte, Treppen, kurze Gehpausen
  • täglich Protein Ziel und Schlaf Fokus

Wochenplan Vorschlag (ideal für die meisten)

Montag Kraft A
Dienstag 30 bis 45 Minuten zügig gehen + Schritte
Mittwoch Kraft B
Donnerstag 30 bis 45 Minuten zügig gehen + Schritte
Freitag Kraft C
Samstag optional Intervallgehen (20 bis 30 Minuten) oder lockerer Spaziergang (45 bis 60 Minuten)
Sonntag aktiv erholen, 60 Minuten entspannt gehen, mobilisieren

Wenn du nur 2 Krafttage schaffst: Montag Kraft A, Donnerstag Kraft B, nächste Woche Kraft C statt A rotieren.

2) Dein Progressionsprinzip: So wirst du jede Woche stärker

Du trainierst nach RPE, das ist dein Anstrengungsgefühl von 1 bis 10.
Ziel bei den Arbeitssätzen: RPE 7 bis 8, das heißt 2 bis 3 Wiederholungen wären noch sauber möglich.

Progression ohne Geräte, ganz einfach:

  1. mehr Wiederholungen im gleichen Satzbereich
  2. mehr Sätze
  3. schwerere Übungsvariante
  4. langsamere Ausführung (Tempo)
  5. kürzere Pausen

3) Krafttraining: Übungen und Pläne für 4 Wochen

Warm up vor jeder Einheit, 6 Minuten

  • 60 Sekunden zügig auf der Stelle gehen
  • 10 Hüftkreise je Seite
  • 10 Schulterkreise vorwärts, 10 rückwärts
  • 8 Kniebeugen klein und locker
  • 8 Ausfallschritte rückwärts im Wechsel
  • 20 Sekunden Plank auf Knien oder hoch

Einheit A, Beine, Rücken, Core (30 bis 40 Minuten)

  1. Stuhl Kniebeuge (oder freie Kniebeuge)
  2. Ruderzug mit Handtuch (Handtuch um Türgriff auf Zug, nur wenn stabil und sicher), sonst Tisch Rudern an stabilem Tisch, oder Superman Row am Boden
  3. Liegestütze (Wand, Tischkante, Sofa, Boden)
  4. Glute Bridge (Beckenheben)
  5. Plank (Knie oder Füße)

Einheit B, Oberkörper, Beine einbeinig, Core (30 bis 45 Minuten)

  1. Reverse Lunge (Ausfallschritt rückwärts, am Stuhl festhalten erlaubt)
  2. Pike Push up (Schulter), leichter: Schulterdrücken isometrisch gegen Wand, oder Liegestütz Variante enger
  3. Hip Hinge ohne Gewicht (wie Romanian Deadlift Bewegung), Fokus Gesäß, Rücken neutral
  4. Dead Bug (Core)
  5. Side Plank (Seitstütz), leichter: Knie am Boden

Einheit C, Stoffwechsel Ganzkörper Zirkel (30 bis 40 Minuten)

Du machst 5 Übungen nacheinander, dann Pause, dann wiederholen.

  1. Kniebeugen
  2. Mountain Climber langsam kontrolliert, leichter: Hände erhöht auf Sofa
  3. Liegestütze
  4. Glute Bridge oder Good Morning (Hüftknick)
  5. Farmer Hold mit Rucksack, sonst Wall Sit (Wandsitz)

Technik-Hinweise, damit es ab 50 sicher bleibt

  • Kniebeuge: Knie folgen den Zehen, Fersen bleiben am Boden, Bauch aktiv
  • Ausfallschritt: kurzer Schritt nach hinten, Oberkörper aufrecht
  • Plank: Po nicht durchhängen lassen, Spannung über Bauch und Gesäß
  • Liegestütze: Ellbogen eher schräg nach hinten, nicht komplett seitlich abspreizen

4 Wochen Trainingsprogression, konkret und detailliert

Woche 1, Einstieg und Technik

Ziel: Bewegungen sauber lernen, Muskelkater moderat halten.

Einheit A

  • Stuhl Kniebeuge: 3 Sätze x 10 bis 12
  • Ruder Variante: 3 x 10 bis 12
  • Liegestütze leicht: 3 x 8 bis 10
  • Glute Bridge: 3 x 12
  • Plank: 3 x 20 Sekunden

Einheit B

  • Reverse Lunge: 3 x 8 pro Bein
  • Schulter Übung: 3 x 8 bis 10
  • Hip Hinge: 3 x 10
  • Dead Bug: 3 x 8 pro Seite
  • Side Plank: 2 x 15 bis 20 Sekunden pro Seite

Einheit C, Zirkel

  • 3 Runden
  • 30 Sekunden Arbeit pro Übung, 30 Sekunden Pause zwischen Übungen
  • 2 Minuten Pause zwischen Runden

Pausen: 60 bis 90 Sekunden zwischen Sätzen.

Woche 2, mehr Volumen

Ziel: etwas mehr Arbeit, gleiche saubere Technik.

Einheit A und B:

  • Plank auf 25 bis 30 Sekunden steigern
  • Ausfallschritte auf 10 pro Bein steigern
  • bei Kniebeuge, Rudern, Liegestützen, Glute Bridge jeweils 4 Sätze statt 3

Einheit C:

  • 4 Runden
  • 30 Sekunden Arbeit, 20 Sekunden Pause
  • 2 Minuten Pause zwischen Runden

Woche 3, schwerer über Übungsvarianten und Tempo

Ziel: Intensität erhöhen ohne Geräte.

Tempo Trick: 3 Sekunden ablassen, 1 Sekunde hoch.
Das macht Körpergewicht plötzlich richtig fordernd.

Einheit A

  • Kniebeuge: 3 x 8 bis 10 im 3 Sekunden Tempo
  • Rudern: 4 x 10 bis 12
  • Liegestütze: schwerere Variante wählen, zum Beispiel niedrigere Erhöhung
  • Glute Bridge: 3 x 12 mit 2 Sekunden Pause oben
  • Plank: 3 x 30 bis 35 Sekunden

Einheit B

  • Reverse Lunge: 3 x 10 pro Bein im 3 Sekunden Tempo nach unten
  • Schulter Übung: 4 x 8 bis 10
  • Hip Hinge: 3 x 10 mit 3 Sekunden Tempo
  • Dead Bug: 3 x 10 pro Seite
  • Side Plank: 3 x 20 bis 30 Sekunden pro Seite

Einheit C

  • 4 Runden
  • 35 Sekunden Arbeit, 20 Sekunden Pause
  • 90 Sekunden Pause zwischen Runden

Woche 4, Leistungswoche mit Test und Feinjustierung

Ziel: spürbarer Push, am Ende ein kleiner Check.

Einheit A

  • Kniebeuge: 4 x 10 bis 12 (normaler Rhythmus, aber schwerere Variante)
  • Rudern: 4 x 12
  • Liegestütze: 4 x 8 bis 12
  • Glute Bridge einbeinig, wenn möglich: 3 x 8 pro Bein, sonst normal 4 x 12
  • Plank: 3 x 40 Sekunden

Einheit B

  • Reverse Lunge: 4 x 10 pro Bein
  • Schulter Übung: 4 x 10
  • Hip Hinge: 4 x 10
  • Dead Bug: 3 x 12 pro Seite
  • Side Plank: 3 x 30 Sekunden pro Seite

Einheit C

  • 5 Runden
  • 35 Sekunden Arbeit, 15 Sekunden Pause
  • 90 Sekunden Pause zwischen Runden

Ende Woche 4, 2 Mini Tests

  1. Plank Zeit mit sauberer Form, einmal max, Stopp sobald du durchhängst
  2. Liegestütze in guter Form, einmal max in deiner Variante
    Du vergleichst das nicht mit anderen, nur mit dir.

4) Ausdauer, NEAT und Intervallgehen, dein Stoffwechsel Turbo

Täglicher NEAT Plan, simpel

  • Ziel Schritte: Woche 1: 7000, Woche 2: 8000, Woche 3: 9000, Woche 4: 10000
  • Sitzbremse: alle 45 Minuten 3 Minuten gehen oder Treppe
  • 2 Mini Spaziergänge nach Mahlzeiten (je 8 bis 12 Minuten) wirken oft wie ein Blutzucker Reset

Ausdauer Einheiten, 2 bis 3 pro Woche

  • 30 bis 45 Minuten zügig gehen
  • Intensität: du kannst noch sprechen, aber nicht singen

Optional Samstag, Intervallgehen für Fortgeschrittene

Woche 1: 6 Runden, 30 Sekunden zügig, 90 Sekunden locker
Woche 2: 8 Runden, 30 Sekunden zügig, 90 Sekunden locker
Woche 3: 8 Runden, 45 Sekunden zügig, 75 Sekunden locker
Woche 4: 10 Runden, 45 Sekunden zügig, 75 Sekunden locker

Wenn du dabei Druck auf der Brust, starken Schwindel oder ungewöhnliche Atemnot hast, abbrechen und abklären.

5) Ernährung im Fahrplan, ohne kompliziertes Kalorienzählen

Protein Ziel

  • ohne Trainingserfahrung: 1,0 bis 1,2 g pro kg Körpergewicht pro Tag
  • mit regelmäßigem Krafttraining: 1,4 bis 1,6 g pro kg Körpergewicht pro Tag

Beispiele

  • 70 kg: 100 bis 110 g als Trainingsziel
  • 85 kg: 120 bis 135 g
  • 95 kg: 135 bis 150 g

Die 3 Mahlzeiten Regel, die fast immer funktioniert

Jede Mahlzeit besteht aus:

  1. Eiweiß
  2. Gemüse oder Obst
  3. Ballaststoff Kohlenhydrate oder gute Fette, je nach Hunger und Aktivität

Einfacher Teller

  • halber Teller Gemüse
  • ein Viertel Eiweiß
  • ein Viertel Kartoffeln, Vollkorn, Hülsenfrüchte oder Obst
  • plus 1 bis 2 Daumen gesunde Fette (Olivenöl, Nüsse)

Timing Tipps, die du sofort spürst

  • Frühstück mit Protein, sonst startet der Tag oft mit Heißhunger
  • Protein über den Tag verteilen, nicht alles abends
  • 20 bis 40 g Protein nach Krafttraining ist praktisch, muss aber kein Shake sein

6) Einfache Proteintabelle, alltagstauglich

Die Angaben sind grobe Richtwerte, je nach Produkt schwanken sie.

LebensmittelPortionProtein
Skyr, Magerquark250 gca. 25 bis 30 g
Griechischer Joghurt200 gca. 16 bis 20 g
Eier3 Stückca. 18 bis 21 g
Hähnchenbrust, Pute150 gca. 33 bis 35 g
Lachs150 gca. 30 g
Thunfisch aus Dose1 Dose abgetropftca. 25 bis 30 g
Rinderhack mager150 gca. 30 g
Tofu natur200 gca. 24 g
Tempeh150 gca. 28 bis 30 g
Linsen gekocht250 gca. 20 g
Kichererbsen gekocht250 gca. 18 bis 20 g
Harzer Käse100 gca. 30 g
Proteinshake1 Portionca. 20 bis 30 g

Mini Lifehack: Wenn du pro Mahlzeit 30 bis 40 g triffst, bist du fast immer im Ziel.

7) Wochenmenü-Baukasten: 7-Tage-Beispiel zum Rotieren

Du musst nicht jeden Tag neu kochen. Suche dir 2 Frühstücke, 2 Mittagessen, 2 Abendessen, aus die du magst.

Frühstück, wähle 1 Option pro Tag

  1. Skyr Bowl: Skyr, Beeren, 1 EL Nüsse, Zimt
  2. Omelett: 3 Eier, Feta oder magerer Käse, Tomaten, Spinat
  3. Quark Creme: Quark, Apfel oder Beeren, Leinsamen
  4. Herzhaft: Vollkornbrot, Hüttenkäse, Räucherlachs, Gurke

Mittagessen, wähle 1 Option

  1. Hähnchen Brokkoli Pfanne mit Quinoa oder Kartoffeln
  2. Linsensalat: Linsen, Feta, Paprika, Gurke, Olivenöl, Zitronensaft
  3. Thunfisch Pasta: Vollkornnudeln, Tomatensauce, Thunfisch
  4. Tofu Gemüse Wok mit Reis

Abendessen, wähle 1 Option

  1. Lachsfrikadellen mit Spinat
  2. Pute mit Süßkartoffel aus dem Ofen
  3. Große Salat Bowl plus Eier plus Kichererbsen
  4. Quark Teller herzhaft: Quark, Kräuter, Radieschen, Gurke, dazu 1 Scheibe Vollkornbrot

Snacks, nur wenn du sie brauchst

  • Skyr oder Joghurt
  • Handvoll Nüsse plus Obst
  • Harzer Käse oder Hüttenkäse
  • Gemüsesticks plus Hummus

8) Einkaufszettel für 7 Tage, auf Stoffwechsel getrimmt

Eiweiß

  • Skyr oder Magerquark (6 bis 8 Becher)
  • Griechischer Joghurt oder Hüttenkäse
  • Eier (20 bis 30 Stück, je nach Haushalt)
  • Hähnchenbrust oder Pute
  • Lachs oder anderer Fisch, gern TK
  • Thunfisch Dosen
  • Tofu oder Tempeh
  • Linsen, Kichererbsen (Dose oder trocken)
  • optional: Proteinpulver, wenn es dir hilft, das Ziel zu erreichen

Gemüse und Obst

  • Brokkoli, Spinat, Paprika, Zucchini, Tomaten, Gurken
  • Salatmix, Möhren, Zwiebeln, Knoblauch
  • Beeren (TK ist top)
  • Äpfel, Bananen, Zitronen

Kohlenhydrate mit Biss

  • Kartoffeln oder Süßkartoffeln
  • Quinoa, Vollkornreis, Vollkornnudeln
  • Haferflocken
  • Vollkornbrot

Fette und Extras

  • Olivenöl
  • Nüsse, Leinsamen oder Chiasamen
  • Cashews für Pfannen
  • dunkle Schokolade 85 Prozent, wenn du willst, kleine Menge

Getränke und Gewürze

  • Wasser, ungesüßter Tee
  • Kaffee, wenn du ihn verträgst
  • Sojasauce, Kräuter, Curry, Paprika, Chili, Ingwer, Zimt

9) Wochen-Checkliste, damit du wirklich dranbleibst

Jeden Tag abhaken:

  • Schritte erreicht
  • 3 proteinreiche Mahlzeiten
  • 7 bis 8 Stunden Schlaf Ziel, so gut es geht
  • 2 kurze Bewegungsinseln nach Mahlzeiten, wenn möglich

Jede Woche, 5 Minuten:

  • Bauchumfang messen
  • Gewicht, nur als Trend
  • Trainingstage notieren
  • Energie und Schlafqualität von 1 bis 10

10) Stoffwechsel-Besonderheiten bei Männern und Frauen, kurz und praktisch erklärt

Männer ab 50

  • Bauchumfang ist dein wichtigster Marker
  • Alkohol bremst Fettverbrennung und Schlaf, oft mehr als man denkt
  • Krafttraining schwer genug, sonst passiert zu wenig

Frauen ab 50

  • Krafttraining ist dein Schutzschild gegen Muskelverlust
  • Wenn Schlaf und Temperaturprobleme in den Wechseljahren stark sind, setz dort an, sonst wird Abnehmen unnötig schwer
  • Eiweiß und regelmäßiges Training helfen, die Körperform zu halten, auch wenn die Waage langsamer reagiert

11) Schnellstart, damit du heute noch anfängst, deinen Stoffwechsel anzukurbeln

  1. 20 Minuten spazieren
  2. heute 3 Mahlzeiten, jede mit einer klaren Eiweißquelle
  3. morgen Kraft-Einheit A nach Plan, in der leichtesten Variante
  4. jede Stunde kurz bewegen
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